Batterie ausbauen lagern bzw. überwintern

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Ausbau der Batterie

Die Batterie wird wie folgt ausgebaut:

  1. Rechte Abdeckung abbauen und schon sieht man die Batterie.
  2. Jetzt die beiden Inbusschrauben der Halterung lösen und die Batterie samt Halterung entnehmen.
  3. Achtung: Beim Entfernen der Kabel erst den Minus-Pol und dann den Plus-Pol abschrauben und entfernen.

Beim Einbau dann in umgekehrter Reihenfolge. Erst den Plus-Pol und dann den Minus-Pol.

Wer seine Batterie nicht ausbauen möchte, kann sich eine Bordsteckdose bei den üblichen Verdächtigen besorgen, diese anschließen und entweder unter der Sitzbank oder im Cockpit montieren. Anschließend kann man dort ein Ladegerät anschließen und die Batterie darüber laden. Zusätzlich kann man über diese Steckdose auch ein Navi oder ein anderes Gerät mit Strom versorgen. Die Bordsteckdosen gibt es in verschiedenen Ausführungen (spritzwassergeschützt, wasserdicht, mit oder ohne Deckel, klein oder groß). Bei Louis und Polo gibt es Ausführungen, die schon komplett verkabelt sind und ca. 50cm Kabel dabei haben. Preis ca. 10 Euro.

Die meisten Biker benutzen ein so genanntes Erhaltungsladegerät. Auch hier gibt es verschiedene Ausführungen und Hersteller. Das wohl bekannteste ist das AL 300 für 9,95 Euro bei Louis. Es hat einen Ladestrom von 300 mA und eine Ladeschluß-Spannung von 13,8 V. Das ist ideal für die wartungsfreie Bleibatterie unserer Maschine. Das AL 300 kann man auch getrost an der Maschine lassen (vergessen). Nach Erreichen der Ladeschluß-Spannung schaltet es auf Erhaltungsladung (wenige mA) um und hält so die Batterie fit. Einzige Voraussetzung für diese Lösung: Man braucht eine 230V-Steckdose in der Nähe des Abstellplatzes - also leider nix für "Laternenparker", die sollten vielleicht doch lieber ausbauen...

Autor: Niemand Batterie ausbauen

Lagern und Überwintern einer Batterie

Anleitung zum Lagern und Überwintern einer Batterie

Obwohl es sicher schon weit über 1000 Anleitungen zum Überwintern einer Batterie gibt...

  • Batterie aus dem Fahrzeug bei längerer Standzeit (mehr als 4 Wochen) ausbauen.
  • Batterie und Batteriepole von außen reinigen. Bei vorhandener Oxidschicht auf den Batteriepolen nimmt man feines Schleifpapier und entfernt die Oxidschicht. Anschließend trägt man eine dünne Schicht Polfett auf die Batteriepole auf, um erneutes Oxidieren zu verhindern.
  • Bei "nicht wartungsfreien" Batterien bitte den Säurestand kontrollieren und bei Bedarf bis zur Maximummarkierung mit destilliertem Wasser auffüllen. Da unsere KCBF ab Werk mit einer wartungsfreien Batterie ausgestattet ist, ist dieser Punkt nur dann wichtig, wenn man stattdessen eine "nicht wartungsfreie" Batterie eingebaut hat.
  • Nun überprüft man die Ruhespannung, indem man nach einer Standzeit von ca. zwei Stunden die Spannung mit einem entsprechenden Meßgerät misst:
    • Sollspannung herkömmliche Batterie 12,5 - 12,8 Volt
    • Sollspannung wartungsfreie Batterie 12,8 - 13,2 Volt
  • Liegt die Sollspannung unter den hier angegebenen Werten, sollte die Batterie mit einem geeigneten Ladegerät aufgeladen werden. Geeignete Ladegeräte haben eine Ladeschlussspanung von 14,4 Volt. In der Regel beträgt der Ladestrom ein Zehntel der Nennkapazität.
  • Jetzt gönnt man der Batterie eine Ruhedauer von ca. zwei Stunden.
  • Sind die zwei Stunden um, misst man erneut die Ruhespannung wie oben beschrieben. Wird die angegebene Ruhespannung nicht erreicht, kann man von einem Defekt der Batterie ausgehen und sollte sie nach Möglichkeit austauschen.
  • Wird die Ruhespannung erreicht, sollte die Batterie möglichst kalt zu lagern, um die Selbstentladung so gering wie möglich zu halten. Je niedriger die Lagertemperatur ist, desto geringer ist die Selbstentladung der Batterie. Lagertemperaturen von unter Minus 20° Grad (z.B. in der Kühltruhe) sind für eine geladene Batterie völlig unbedenklich, da eine geladene Batterie erst bei ca. Minus 60° Grad und eine bis zu 50 % geladene Batterie bei ca. Minus 30° Grad beginnt einzufrieren.

Die Selbstentladung verursacht einen Leistungsabfall in Abhängigkeit von der Lagertemperatur:

Temperaturen um Null Grad bei ca. sechs Monaten Standzeit: 100% auf 90 % der Leistung Temperaturen um 25 Grad bei ca. sechs Monaten Standzeit: 100% auf ca. 60 % Leistung Temperaturen um 40 Grad bei ca. sechs Monaten Standzeit: 100% auf ca. 25 % Leistung

Das sind alles nur Beispielwerte, die je nach Standzeit und Zustand der Batterie leicht oder auch stärker abweichen können.

  • Wartungsfreie Batterien sollten nach ca. drei Monaten Standzeit überprüft werden. Sollte hierbei die gemessene Spannung über 12,8 Volt liegen, sind keine Maßnahmen nötig. Liegt die Spannung bei 12,5 bis 12,8 Volt, sollte die Batterie nachgeladen werden.
  • Herkömmliche Batterien sollten nach einem Monat Standzeit überprüft werden. hier sollte die gemessene Spannung bei 12,5 Volt oder darüber liegen. Beträgt die Spannung ca. 12,2 bis 12,5 Volt, sollte die Batterie nachgeladen werden.
  • In monatlichen Abständen sollte die Überprüfung wiederholt werden.
  • Saisonstart: Jetzt wird die Batterie einmal nachgeladen.

Bei guten wartungsfreien Batterien wird während einer Standzeit von ca. vier bis fünf Monaten, unter kalten Lagerbedingungen, nur die Spannungmessung gemessen. Vor Saisonstart nur noch einmal laden. Unter normalen Umständen ist eine Erhaltungsladung nicht erforderlich.


Siehe auch: Kann die Batterie auch im eingebauten Zustand geladen werden?


Autor: Internet
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